Cap Malheureux: das Unglückscap

Heute ist der Ort Cap Malheurex im Norden von Mauritius vor allem wegen der Kirche mit dem knallroten Dach, die auch ein beliebtes Motiv für Fotos und Postkarten ist. Der ruhige Fischerort lädt den Urlaubsgast förmlich dazu ein, die Seele baumeln zu lassen und ist vom öffentlichen Verkehrsnetz sehr gut angebunden. Alle 15 Minuten fährt ein Bus von der Haltestelle am Fußballplatz in Richtung Pereybere, Grand Baie und Port Louis. Kennzeichnend für die ruhige Lage ist der fantastische Blick auf die Inseln Ile Plate, Coin de Mire und Ile Ronde und die beschaulichen Buchten, wo die Fischer ihren Fang direkt fangfrisch am Strand verkaufen. Wer die kleineren Inseln erkunden möchte, kann mit einem Katamaran nach Ile Plate fahren.

Kirche auf Mauritius  / Urlaubsbild 2998599
Kirche auf Mauritius | ©: Adam Moskal - Fotolia

Mauritianer haben dem Kap den Spitznamen Unglückskap gegeben. Es gibt mehrere Erklärungsversuche, woher das rühren könnte. Eine Erklärung besagt, dass die Einwohner im Norden einst sehr arm gewesen seien. Eine andere Deutung geht auf das Jahr 1810 zurück. Denn hier gingen in diesem Jahr die Briten von Bord, um die Kolonie von den Franzosen zu erobern.

Die romantischste Deutung geht auf den Romancier Bernardin de Saint-Pierre zurück, der die tragische Liebesgeschichte von Paul und Virgine erzählte: Virgine wurde nach England verfrachtet, und das Liebespaar dadurch getrennt. Aus Sehnsucht nach dem Geliebten flüchtete die junge Frau und kehrte nach Mauritius zurück. Doch vor der Küste, etwa auf Höhe von Cap Malheureux, soll das Segelschiff, auf dem sie sich befand, gekentert sein. Weil sie außerdem so schüchtern war, dass sie sich weigerte, ihre Reifröcke vor den Matrosen auszuziehen, ertrank sie bei dem Versuch, sich schwimmend auf die Insel zu retten.
















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